Das Wappen

   
I. Das Bürgerliche Wappen
ließ Johannes Kotzenberg, genannt der Jüngere, am 10.6.1691 anfertigen. Es war jedenfalls bis 1941 im Wildunger Archiv zu finden . Das wohl erste Wappen in seiner ursprünglichen Form befindet sich am Stein im Hofe des Wirtes Schiffmann in Kohlstädt bei Horn/Lippe. Das Foto unten ist aufgenommen mit meinem Urgroßvater Gustav Kotzenberg, geb. 04.06.1852, gest.19.11.1916. Das Wappen zeigt eine mit 2 Bändern versehene Kiepe, auf einem Berge stehend. Das in Nordwesten Deutschland gebräuchliche Wort " Kiepe" für einen auf den Rücken zu tragenden hohen Korb ist gleichbedeutend mit dem noch Anfang des 20.Jhds vielfach in Mitteldeutschland (Thüringen, Hessen) gebräuchlichen Wort "Kötze" oder "Kotze".
Dieses uralte, bürgerliche Wappen zeigte folgende Merkmale:

Ein blaues Schild zeigt in seinem Grunde einen grauen Berg, auf welchem eine braune, mit 2 nach auswärts stehenden Büffelbändern versehene, geflochtene Kiepe ( Kotze ) steht. Der Schild ist mit einem offenen Helm und zwei Büffelhörnern geziert. Zwischen letzten und auf dem Helm erscheint wieder die Kiepe.

II. Das Adelswappen
Das bürgerliche Wappen wurde bei der Nobilisierung des Adam Henrich Kotzenberg 1647 “ vermehrt und verbessert “, wie es im Adelsbrief steht, so daß das Adelswappen folgende Merkmale zeigte:
Ein blaues Schild zeigt im Grunde einen grauen “Waasen” oder Berg, auf welchem rechts ein “güldenes L” ( den ersten Buchstaben des Namens Kaiser Leopold) “mit einer von gold gemachten königlichen Cron” steht. Auf dem Schenkel des L steht eine braune geflochtene Kiepe mit ihren zwei noch aufrecht stehenden Bändern . Auf dem Schilde der offene Turnierhelm, mit einer ”güldenen königlichen Cron “ und mit einem roten und weißen Helmdeckel, zu beiden Seiten gleichmäßig verziert. Auf dem Helm, zwischen zwei mit Mundlöchern versehenen Büffelhörnern, von denen der hintere unten weiß und oben rot, der vordere unten rot und oben weiß ist, steht wieder das gekrönte goldene L mit der darauf stehenden braunen Kiepe. Aus den Mundlöchern der Büffelhörner je eine herabhängendes Fähnchen rot mit in der Mitte durchgezogenem weißen Strich aus halb rot und halb weißen Fähnlein.
Dieses Wappen ist heute noch über dem Seitenportal und dem Hauptportal des Hotels Vialon, früher " Kotzenbergscher Hof " bzw. "Teutoburger Hof " in Horn zu sehen.

Heutige Verwendung:
Am 22. Juli 1910, beschloß der 1. Familientag in Lage, das uralte Wappen der bürgerlichen Familie Kotzenberg für alle Familienmitglieder aus allen Familienzweigen verfügbar zu machen und beauftragte den Maler Lorenz M Rheude aus München mit der Zeichnung nach vorhandenem Vorbild.
Am 2. Familientag am 30.Mai 1912 wurde die obige Zeichnung angenommen, die Farben sollten dem ursprünglichen bürgerlichen Wappen entsprechen: Der Maler Lorenz H. Rheude war Schriftwart vom “Herold “, der den heraldischen Teil der heraldisch genealogischen Zeitschrift “ Roland “ (Dresden ) redigierte. Dieses Wappen ist in einer Auflage von 100 Stück vervielfältigt worden und an alle interessierten Familienmitglieder verteilt worden. Teilweise wurde dieses Wappen auf Briefpapier gedruckt, meist wurden davon aber nur Photoabzüge auf Tellern oder für Bilderrahmen angefertigt. Eine Rolle spielt das Wappen in unserer Familie nicht - wird meines Wissens auch nicht mehr benutzt.

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